Dem niedrigen Geburtenniveau auf der Spur – ein Vergleich mit Frankreich

 Über dieses Thema referierte Herr Dr. Jürgen Dorbritz, wissenschaftlicher Direktor am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden, am 10. Oktober 2011 im Französischen Institut auf Einladung der DFG Köln.

Mit umfangreichen Statistiken legte er den interessierten Zuhörern dar, dass in Deutschland die Geburtenrate bei 1,39 Kindern je Frau liegt, in Frankreich dagegen bei 2,07 Kindern.

Die Kinderlosigkeit in Deutschland erreicht ein außerordentlich hohes Niveau. Dies basiert auf großen Unterschieden in der Differenzierung nach sozialstrukturellen, ethnischen und regionalen Merkmalen.

Die Lebensform, das Niveau und das Arbeitszeitregime sind drei Faktoren, die die Kinderlosigkeit beeinflussen.

In Deutschland wird sich der Bevölkerungsrückgang bis zur Mitte des Jahrhunderts weiter beschleunigen, während in Frankreich die Bevölkerungszahlen weiter wachsen werden.

Dabei haben trotz gegenläufiger Entwicklung beide Länder eine demografische Gemeinsamkeit: die Alterung schreitet in Deutschland und Frankreich weiter voran.

 (siehe: J. Dorbritz, S. Sievert, R. Klingholz:

Mitteilungen aus dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung; www.bib-demografie.de )

 Werner Simon