RUHR.2010 – West, oder „4:0 für Duisburg“

Wir hielten die Ruhrausflüge nach Essen (inkl. 2009 waren es 3 Tage) für Gipfelpunkte bei dem Thema RUHR.2010 . Tag Nr. 4 in Duisburg stellt sich nun völlig gleichwertig daneben, denn „im Westen“ gibt es in der Tat „viel Neues“! Vor allem war der Duisburg-Besuch am 3. Juli 2010 von zwei großen Besonderheiten geprägt: die DFG Duisburg half uns und betreute uns in großartiger Weise .... und die deutsche Fußballmannschaft spielte gegen Argentinien auch großartig – welch’ ein guter Stern stand über uns!

 Die Führungen waren brillant: Frau Hochrebe (auch DFG-Mitglied) führte uns durch die Altstadt und den Innenhafen und blieb danach noch drei Stunden bei uns. Mit dem Jugend-stilrathaus – an der Stelle des frühmittelalterlichen karolingischen Königshofes, ab ca. 740 dokumentiert – begann es. Als Kuriosität fielen am Rathaus die Bandsprüche an den Herrscherfiguren auf, Ausdruck chauvinistischer Zeiten – man empfindet den Segen heute überarbeiteter Geschichtsbücher, etwa besonders gut im deutsch-französischen Schulbuch-projekt. Wir sahen die Ausgrabungen der Fundamente der mittelalterlichen Markthalle und von außen die historisch bedeutende, wieder hergestellte Salvatorkirche (also St Sauveur).

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        Museum Küppersmühle                                                         Anselm Kiefer
       

Das MKM Museum Küppersmühle ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern eine Berühmt-heit und auch wir empfanden die Begeisterung Hunderttausender. Dazu half gewiss auch die sehr professionelle Führung durch Herrn Mascharrek!

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         Legospaß im Innenhafen                                                                Innenhafen am Südkai, Blick nach Westen     


 Ein entspannter Mittagsimbiss fand auf einem Ponton im Hafenbecken statt. Die Absicht, den Kontakt zwischen den DFG von Duisburg und Köln aufrecht zu erhalten, trat in unseren Gesprächen deutlich hervor.

 Am Nachmittag erfreute uns die Hafenrundfahrt  auf der „Gerhard Mercator“ im Ruhrorter Hafen und entlang des Rheins – mit deutlichen Zwischentönen des Fußballspiels.

 Zum „Absacker“ (das Spiel war leider gerade abgepfiffen) lud uns die DFG Duisburg ein in den „Kleinen Prinzen“, das Stammlokal der Duisburger Freunde nahe dem Rathaus. Welch’ sinnreicher Name für den Treffpunkt einer DFG!

 Per Pedes schlenderten wir über die Königstraße (sehen und gesehen werden!) durch die Innenstadt zum Hauptbahnhof und reisten voller guter Gefühle und Erinnerungen nach Köln zurück.

 Haye Roth,  4. Juli 2010