Pfingsten 2009 unterwegs mit den Randonneurs de Provence:

Impressionen eines Teilnehmers

 

Kaum angekommen, hörte auch schon das regnerische Wetter auf und schenkte uns statt dessen eine fast hochsommerliche Wärme, die selbst unsere französischen Freunde , diese ausgebufften allwetterfesten Randonneurs, ins Schwitzen brachte. Und so ging es bis zum vorletzten Tag, der mit ein wenig Sprühregen aufwartete, was den Charme der Wanderwoche aber nur erhöhte und uns aus den vorgesehenen Alpilles nach Avignon zu fahren verlockte: Großartige Bellevue hoch vom Papstpalast hinunter zur famosen Brücke, auf der die Beschwingtesten unter uns nicht umhin konnten, ein paar gar zierliche tänzerische Schritte vorzuführen.
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Ansonsten wurde kräftig marschiert : An der Montagne Sainte Victoire entlang über Le Tholonet, Barrage Zola, Hautes Bébémus am 31.5. immer unter der Leitung des quirligen Roland Martin ( der auch singen kann! ) mit wunderbaren Ausblicken auf das Gipfelkreuz der Montagne und mit der Entdeckung von einigen "Coques de Dinosaures", Urschalen also, deren Erzeuger hier allem Anschein nach auch schon einmal lustwandelten.

Am Tag darauf eine brillante Stadtführung mit Germaine Pivasset und ein anregender Besuch im neu eingerichteten Musée Granet mit Sonderausstellung zu Picasso und Césanne. Und dann wieder, wie schon Tradition, die Kletterpartie durch die Calanques unter Leitung des umsichtigen Emilio, von Nicolon nach Redonne mit der obligaten Schwimmeinlage unter der Eisenbahnbrücke, diesmal ohne Mistral aber sehr sehr heiß! Heiß auch der Spaziergang im Barben mit Jacques Mouton; wunderbare provenzalische Kräutergerüche! Und abends eine viel applaudierte Einladung in Jacques’ Haus in Salon.

Und immer kleine Geschenke für die wirklich überragenden Wanderführer, besonders beliebt: Klappmesser (für den kleinen Hunger?), die aber dem Schenkenden „abgekauft“ werden müssen – auch wenn’s nur wenige Cent sind – da sie sonst, wie jedermann in der Provence weiß, Unheil bringen, klar doch. Und immer mit Bises und charmanten Worten überreicht von Christel Reinisch.

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Die Wanderung durchs Luberon habe ich geschwänzt und bin statt dessen noch einmal durch Aix gebummelt, auf der Suche nach provenzalischer Literatur. Habe sie auch gefunden in einer Spezialbuchhandlung oberhalb der Kathedrale, eine CD mit Texten von Mistral. Hört sich toll an!

Sehr intensiv diesmal auch die vielen Gespräche mit unseren Gastgebern, und sehr zu loben die exzellente Organisation durch Marlene und Dr.Winfried Vahl. – Eine herrliche Wanderwoche!

Hans Josef Hummes