Köln, 06.07.2020
Liebe Mitglieder,

besondere Zeiten erfordern besondere Zeichen.

Ende April erreichte mich die Anfrage aus dem Büro der Oberbürgermeisterin (vgl. Anlage), ob wir uns als DFG Köln an einer Spendenaktion für eine der durch die Corona Krise am stärksten betroffenen Partnerstädte beteiligen könnten.
Meine erste, emotionale Reaktion war: warum sollen wir uns dafür engagieren, wenn doch in Köln ebenfalls so viele Menschen betroffen sind? So ähnlich mag Ihre erste spontane Einschätzung auch ausfallen.
Nach eingehenderem Nachdenken am ersten Maiwochenende gelangte ich jedoch zu der Erkenntnis, dass es sich hierbei um einen Akt der europäischen Solidarität, um ein Zeichen der Verbundenheit mit unserer Partnerstadt Lille handeln würde. Also kontaktierte ich Frau Kaiser (Amt der Oberbürgermeisterin), die mir berichtete, dass man die Aktion in der Stadtverwaltung sowie im Personalrat zunächst genauso kritisch beurteilt und sehr kontrovers diskutiert, dann aber mehrheitlich dafür votiert habe.
Zuerst versuchte ich auf persönlicher Schiene, eine geeignete Institution in Lille zu finden, aber meine Bezugspersonen wollten zurecht keine bevorzugen und verwiesen mich an die Stadtverwaltung Lille, wo aber coronabedingt alle Verantwortlichen im Home Office arbeiteten und inmitten der Krise auch noch die zuständige Ansprechpartnerin gewechselt hatte.

Frau Kaiser stellte daher für mich den Kontakt zu der neuen Sachbearbeiterin für internationale Angelegenheiten her, die aber auf Anhieb und ohne Rücksprache auch keinen Begünstigten vorschlagen wollte und anfragte, in welche Richtung unser Hilfsprojekt gehen solle.

In unserer Vorstandssitzung brachte ich auf dieser Basis am 25.05.20 ein prinzipielles Engagement unseres Vereins zur Abstimmung. Wir grenzten die Bereiche ein, an die wir unsere Spende geben wollten, und legten den Fokus auf Jugend- oder Studierendenarbeit mit der Bitte um Benennung einer Institution, mit der wir eine auf Dauer angelegte Zusammenarbeit anknüpfen könnten.

Am 16.06.20 erhielt ich von Madame Caquant den Vorschlag zum «Le P’tit Panier» (siehe Anlage), für den ich in der folgenden Vorstandssitzung am 23.06. ein Votum einholte, das eindeutig ausfiel, weil wir ohnehin unsere Zusammenarbeit mit dem CROUS intensivieren wollten.

Unmittelbar am Tag danach forderte unser Schatzmeister, Gerhard Haber, die zugesagten 1000 € aus dem RestCent Fond der Stadt an; nach dessen Eingang überwies er am Freitag, 03.07.20 den Gesamtbetrag von 3500 €.

Im Sinne von Transparenz ist es mir ein Anliegen, Ihnen allen dies schon heute und nicht erst auf der nächsten Mitgliederversdammlung mitzuteilen, und ich hoffe sehr, dass der Vorstand in Ihrem Sinne gehandelt hat, zumal wir aufgrund der Coronakrise und den daraus resultierenden wenigen Ausgaben für Veranstaltungen über ein gesundes Finanzpolster verfügen.

Bien amicalement, genießen Sie den Sommer 2020 mit all seinen besonderen Einschränkungen,
Angelika Sandte-Wilms


Anlage 1
Liebe Vorsitzende der Städtepartnerschaftsvereine,
 
wir alle vom Büro für Europäische und Internationale Angelegenheiten hoffen, dass Sie, Ihre Liebsten und Ihre Vereinsmitglieder bei bester Gesundheit sind!
 
Die Corona-Pandemie hat die ganze Welt in Angst und Schrecken versetzt. Mehr als 160.000 Menschen sind bereits an der Atemwegserkrankung gestorben, viele Menschen und Unternehmen fürchten um ihre wirtschaftliche Existenz. In diesen besonders schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass wir auch die enge Verbundenheit mit unseren Freundinnen und Freunden in den Kölner Partnerstädten zum Ausdruck bringen. Frau Oberbürgermeisterin Reker hat deshalb, wie Sie wissen, vor wenigen Wochen ihre Amtskolleginnen und -kollegen angeschrieben, um ihnen unsere Solidarität zu versichern. Die Reaktionen waren durchweg sehr erfreut, dankbar und positiv.

RestCent-Spenden an die Partnerstädte Barcelona, Lille, Liverpool und Turin
In Europa sind die Länder Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien aktuell von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Vor diesem Hintergrund haben Frau Oberbürgermeisterin Reker und der Vorsitzende des Gesamtpersonalrates der Stadt Köln, Herr Dicken, entschieden, an die Partnerstädte Turin, Barcelona, Lille und Liverpool jeweils 10.000 € aus der RestCent-Aktion (s.u.) zu spenden. Die Mittel sollen der Unterstützung der von der Corona-Pandemie besonders betroffenen und sozial bedürftigen Menschen in den vier Partnerstädten dienen. Die Beschäftigten der Stadt Köln wollen damit ganz bewusst auch ein Signal der europäischen Solidarität setzen.

Aufstockung von Spenden an weitere Partnerstädte
Zusätzlich zu den vorgenannten vier RestCent-Spenden haben Frau Oberbürgermeisterin Reker und der Vorsitzende des Gesamtpersonalrates, Herr Dicken, beschlossen, aus der RestCent-Aktion weitere Partnerstädte zu unterstützen, und zwar in Form einer Aufstockung von Spenden, die Sie als Förderverein selbst zur Unterstützung der betreffenden Partnerstadt bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie gesammelt haben:
 
Wenn Ihr Verein Spenden für ein gemeinnütziges Corona-Hilfsprojekt Ihrer Wahl in Höhe von mindestens 2.500 € sammelt, werden die Beschäftigten der Stadt Köln aus der RestCent-Aktion diese Summe um jeweils 1.000 € aufstocken.

Wenn Sie eine solche Spendenaktion planen, wären wir Ihnen für eine kurze, formlose Mitteilung dankbar, möglichst bis zum 15.05.2020 und an die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, damit wir die entsprechenden Finanzmittel vorplanen können.
Wenn Sie das Spendenziel von 2.500 € erreicht haben, werden wir bei der Beantragung des Aufstockungsbetrags so unbürokratisch wie möglich vorgehen. Was wir dann von Ihnen benötigen, sind kurze Informationen zu dem zu fördernden Projekt, die Angabe der genauen Spendensumme sowie der Bankverbindung, auf die wir die 1.000 € überweisen können.

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir mit Ihnen gemeinsam noch mehr Gutes tun und Menschen in den Partnerstädten, die solche Mittel dringend benötigen, unterstützen können. Uns ist bewusst, dass diese Spenden die großen Probleme nicht lösen und all das Leid, das den Menschen widerfahren ist, nicht wirklich lindern können. Aber wir hoffen, dass sie für unsere Partnerstädte im Kampf gegen das Coronavirus dennoch eine willkommene Unterstützung sind. In jedem Fall sind sie Ausdruck unserer Verbundenheit und Solidarität.

RestCent-Aktion
Die meisten von Ihnen kennen bereits die RestCent-Spendenaktion der Beschäftigten der Stadt Köln und der städtischen Unternehmen: Bei dieser Aktion haben alle städtischen Beschäftigten die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis die Centbeträge des monatlichen Nettogehalts zur Unterstützung sozialer Projekte in Kölns Partnerstädten sowie zur humanitären Unterstützung, z. B. bei Naturkatastrophen, zu spenden. Jährlich kommen so insgesamt Spendenmittel in Höhe von ca. 40.000 € zusammen. In den zurückliegenden Jahren wurden Dank dieser Spenden Projekte in den Partnerstädten Bethlehem, Corinto / El Realejo, Peking, Rio de Janeiro, Tel Aviv-Yafo, Thessaloniki, Tunis und Wolgograd unterstützt.

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen und wünschen Ihnen weiterhin alles Gute!
 
Für das Team Europa und Internationales

Emilie Glesmann

Stadt Köln – Die Oberbürgermeisterin
Amt der Oberbürgermeisterin
Büro für Europäische und Internationale Angelegenheiten
Unter Goldschmied 6
50667 Köln

Telefon: 0221/221-26035
Telefax: 0221/221-21849
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/internationales/

Anlage 2

Chère Gabriele, Chère Madame Sandte-Wilms,

Je reviens vers vous concernant votre généreuse proposition de financer une association lilloise qui soutient les étudiants en cette période de crise sanitaire.
Après concertation avec mes collègues de la Direction jeunesse et Initiatives Solidaires (je mets en copie François Brunet, chargé de mission jeunesse), nous vous proposons de soutenir la Fédération des Associations Etudiantes de Lille (FAEL). Voici le lien vers leur site internet si vous souhaitez plus d’informations : https://www.fael-lille.com/

Ils ont mis en place un projet intitulé le P’tit Panier, qui permet de distribuer des paniers alimentaires aux étudiants Lillois et de la métropole en situation précaire.

Vous trouverez ci-joint une présentation du projet et le RIB de l’association. Nous vous transmettons rapidement les coordonnées de la personne de contact au sein de l’association.

Je reste à votre disposition pour toute question et vous remercie à nouveau pour votre soutien.

Bien cordialement,

Sidonie CAQUANT
Chef de service Relations Internationales
Head of the International Relations Division
Ville de Lille
Tel : +33 (0)3 59 00 14 99
Fax : +33 (0)3 20 49 50 78

Le P'tit Panier by FAEL " est un projet solidaire visant à distribuer des paniers repas aux
étudiants précaires. Les étudiants visés seront les locataires des logements CROUS
présents en cette période de crise sanitaire mais également jusqu'à septembre minimum. En
plus de ces bénéficiaires de logements CROUS, soit près de 4000 étudiants avec une
tendance à l'augmentation, des étudiants en situation précaire et ciblés par les assistantes
sociales pourront bénéficier du service, sous couvert d'anonymat. Les distributions se
dérouleraient 1 fois par semaine voire 2 si possible.

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